Wie alles beganngeschichte

Mitte der 70-er Jahre organisierte der damalige Dorfklubleiter, Herr Manfred Boye, die ersten Faschingsveranstaltungen, immer mit verschiedenen Leuten. Till, der Narr, war aber immer dabei. Was im Dorfklub als einfacher Fasching anfing, wurde mit den Jahren immer weiter vervollkommnet.
Seit 1980 hatte der Klub einen festen Stamm von Mitgliedern und nannte sich seit dem Faschingsclub. Die Faschings-/Carnevalsveranstaltungen hatten von Anfang an jedes Jahr ein anderes Thema (diese werden auf einer anderen Seite aufgelistet), zu denen jeweils ein Programm gezeigt wird.
1993 sagte sich die Clubleitung: Ab jetzt machen wir Carneval, mit Präsident und Elferrat! Sukower Carneval Club 1980.

Wer solange dabei ist, und einige sind fast von Beginn an dabei (zu mindest seit 1980), muß schon infiziert sein von der Narretei, sonst hätte der Sukower Fasching/Carneval nicht schon so lange Bestand. Und wir haben die Erfahrung gemacht: Wenn nicht die ganze Familie dahinter steht, klappt es mit dem besten Narren nicht!
Wir haben jetzt etwa 65 Mitglieder und sind eine Abteilung des SSV (Sukower Sportverein).
Bis 1992 führten wir unsere Veranstaltungen im Saal der Gaststätte „Zur Eiche” durch. Doch die Ausgaben überstiegen mit der Zeit unsere Verhältnisse. Ab 1993 nutzen wir die Turnhalle der Gemeinde Sukow. Seit Mitte der 90-er Jahre ist die Gaststätte leider ganz geschlossen und damit auch der Saal.
Im Jahre 2002 kaufte die Gemeinde die Gaststätte und ließ diese zu einem Gemeinde– und Bürgerzentrum umbauen. Wieder mit Saal!!! Seit 2004 können auch wir dort wieder unsere Veranstaltungen durchführen. Wer Fasching oder Carneval macht, muß auch eine Ausstattung (Dekoration) für den Saal und die Aufführenden (Kostüme) haben. Doch woher nehmen? Aber da waren die Sukower findig. Es wurden Altstoffe im Dorf gesammelt (dafür gab es rechtzeitig Informationen, damit jeder genug vor die Türen stellen konnte. Und ab und an war auch Mal eine volle Flasche dabei, die dankend angenommen wurde, denn im November, wenn die Sammlungen waren, war es manchmal schon lausig kalt), Rüben auf dem LPG-Acker gehackt und verzogen und in der Gärtnerei Tomaten gepflegt. Für das erwirtschaftete Geld konnte dann das notwendige Material für Dekoration und Kostüme gekauft werden. Gebaut und genäht wurde alles von den Mitgliedern selbst. Obwohl es nicht einfach war, hatten alle Beteiligten immer gute Laune und es war auch stets was los bei uns.
Dabei gab es immer mal kleine Zwischenfälle: Einmal kippte der schon mit Flaschen, Gläsern und Altpapier gut gefüllte Wagen in einer engen Kurve um und einiges ging zu Bruch.
Ein anderes Mal rutschten die Pferde wegen Glatteis (Blitzeis) aus. Der Kutscher brachte sie wieder in den Stall, denn es konnte keiner verantworten, daß die Pferde zu Schaden kamen. Und die Narren spannten sich selbst vor den Wagen und zogen ihn durchs Dorf.
Nach der Wende war diese Art der „Geldbeschaffung” vorbei. Jetzt sind wir auf Sponsoren angewiesen. Und diese zu finden, ist schwer: keiner hat Geld und alle „nagen am Hungertuch”.
Da kann man nur sagen:
„Ach du armes Deutschland!”
Zitat von Gerhard Pingel (ehemaliger Sprecher des Karneval-Landkreises Parchim):
„Ein Unternehmen, das nicht in der Lage ist für einen Verein 50 oder 100 € zu spenden, ist wirtschaftlich Pleite!”
 

Aktuelles

  • Bilder der aktuellen Seesion wurden hinzugefügt anschauen...
  • Unser diesjähriges Motto lautet:
    "Narren-Fiesta mit Humor, das kommt uns ganz schön spanisch vor"




 

Mai 2012
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